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Handball: (HSG Düsseldorf)
 
HSG rutscht bei Concordia Delitzsch aus

Die HSG Düsseldorf hat bei der "Mannschaft der Stunde" die erste Niederlage der Saison 2008/2009 einstecken müssen. Bei Concordia Delitzsch blieb das Team von Georgi Sviridenko chancenlos und verlor am Ende hochverdient mit 29:33 (11:17). Erfolgreichster Torschütze bei den Blau-Gelben war Frantisek Sulc mit acht Treffern, bei den Sachsen traf Philip Seitle achtmal.
Um 9.30 Uhr machte sich das Team um Coach Georgi Sviridenko vom Burg-Wächter Castello auf den Weg ins 523 Kilometer entfernte Delitzsch. Nicht mit an Bord Abwehrspezialist Max Ramota. Der 31-jährige kugelte sich am Freitagabend im Abschlusstraining die Schulter aus und wird den Landeshauptstädtern einige Woche fehlen. Am Montag wird sich Max Ramota bei einem Spezialisten vorstellen und sich dort einer MRT-Untersuchung unterziehen.
Für Andrej Kurchev war es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. In Delitzsch hatte der Halbrechte in der Saison 2005/2006 in der Handball-Bundesliga gespielt und in 32 Spielen sage und schreibe 262/91 Treffer für die Sachsen erzielt. Als der 28-jährige aus dem Mannschaftsbus stieg wurde er herzlich von den ersten Fans und Helfern von Concordia Delitzsch begrüßt. Auch in der Halle ging das Hände schütteln weiter. Andrej Kurchev erfreut sich noch heute großer Beliebtheit in Delitzsch.
Georgi Sviridenko begann mit Matthias Puhle im Tor, Frantisek Sulc (Links), Valdas Novickis (Mitte), Andrej Kurchev (Rechts) im Rückraum sowie Marcel Wernicke und Florian von Gruchalla auf den Außen und Patrick Fölser am Kreis. In der Deckung kam Robert Heinrichs für Valdas Novickis.
Gleich zu Beginn der Partie herrschte im Kultur- und Sportzentrum von Delitzsch gute Atmosphäre. Die rund 20 mitgereisten Düsseldorfer Fans unterstützten ihre Mannschaft lautstark und konnten sich erst nach 220 Sekunden über den ersten der Blau-Gelben durch Valdas Novickis freuen. Der litauische Nationalspieler verkürzte in der 4. Spielminute auf 1:4, zuvor waren die Sachsen durch Treffer von Jan Löffler, Philip Seitle und zweimal Eric Jacob erfolgreich. Das Team von Georgi Sviridenko leistete sich gleich drei Ballverluste im Angriff.
Nach dem Treffer zum 6:2 durch Philip Seitle in der 8. Minuten machte Matthias Puhle für Almantas Savonis Platz im Gehäuse der Düsseldorf. Der 23-jährige konnte bis zu diesem Zeitpunkt nicht einen Ball abwehren.
Nun sah es so aus als würden die Blau-Gelben besser ins Spiel finden, Frantisek Sulc verkürzte mit einem Doppelschlag in der neunten Minute auf 4:6. Doch im Angriff leistete sich das Team aus Düsseldorf immer wieder leichte Fehler und luden Concordia Delitzsch zum Kontern ein. So konnte sich das Team von Uwe Jungandreas bis zur 14. Minute auf 10:5 absetzen.
Coach Georgi Sviridenko reagierte auf das schwache Spiel seiner Mannschaft und zog nach 14:06 Minuten die grüne Karte. Der Weißrusse brachte Philipp Pöter für Andrej Kurchev sowie Sturla Asgeirsson für Marcel Wernicke und Andrej Kogut für Valdas Novickis.
Langsam aber sicher kamen die Düsseldorfer besser ins Spiel, Torhüter Almantas Savonis konnte einige Würfe der Delitzscher abwehren, die Abwehr gewann an Stabilität. Und auch im Angriff schlossen die Blau-Gelben nun konzentrierter ab.
Andrej Kurchev, der bereits in der 21. Minute wieder für Philipp Pöter ins Spiel kam, verkürzte per Siebenmeter in 24. Minute auf 8:13. Doch nun musste sich Patrick Fölser behandeln lassen, er kam unglücklich auf den Boden auf und musste das Spielfeld verlassen. Marcel Wernicke rückte für den österreichischen Nationalspieler in den Mittelblock.
Die Sachsen drehten noch einmal auf, zudem konnte sich das Team aus Delitzsch auf ihren guten Keeper Gabor Pulay verlassen, er entschärfte einige gute Gelegenheiten der Düsseldorfer. So zogen die Concorden bis kurz vor der Halbzeit noch auf 17:10 davon, Frantisek Sulc konnte Sekunden vor dem Pausenpfiff des Schiedsrichtergespannes Markus Kropp und Sebastian Siebert für den 11:17-Anschlusstreffer.
Nach der Pause brachte Georgi Sviridenko Marcel Wernicke für Sturla Asgeirsson, zudem konnte Patrick Fölser wieder eingesetzt werden. Doch das Spiel der Düsseldorfer wurde nicht besser, Frantisek Sulc konnte mit seinen Treffern sieben und acht noch einmal auf 13:18 verkürzen, doch Concordia legte immer wieder nach und erhöhte bis zur 37. Minute auf 21:14.
Der vom ThSV Eisenach nach Delitzsch gewechselte Till Riehn erzielte in der 48. Minute das 28:19 für die Concorden, die den 900 Zuschauern ein richtig gutes Spiel boten. Das Team aus Düsseldorf hingegen kämpfte zumindest bis zum Schluss und konnte das Ergebnis in den letzten Minuten etwas freundlicher gestalten. Von 23:32 (54.) verkürzte man auf 29:33.
Für Georgi Sviridenko, Andrej Kurchev (beide Weißrussland), Valdas Novickis (Litauen), Patrick Fölser (Österreich), Frantisek Sulc (Slowakei) und Sturla Asgeirsson (Island) geht es nun ihren jeweiligen Nationalmannschaften. Auf die nächste Aufgabe am kommenden Sonntag gegen die SG Wallau im Burg-Wächter Castello wird Co-Trainer Ronny Rogawska die Mannschaft unter der Woche vorbereiten..
Statistik: Concordia Delitzsch: Gabor Pulay (1. bis 60. Minute, 18/1 Paraden), Manuel Röttig (n.e.) - Jan Löffler (5), Ulrich Streitenberger (3), Martin Hummel (5/2), Thomas Oehlrich (3), Vladimir Maltsev (2), Maximilian Weiß (1), Eric Jacob (3), Till Riehn (1), Philip Seitla (8), Alexander Pietzsch, Sascha Meiner (2), Robert Kählke, Georg Eulitz, Ole Dietzmann HSG Düsseldorf: Matthias Puhle (1. bis 8. Minute und 40. bis 60. Minute, 2 Paraden), Almantas Savonis (8. bis 40. Minute, 7 Paraden) - Robert Heinrichs (2), Philipp Pöter (2), Patrick Fölser (1), Valdas Novickis (3), Andrej Kurchev (4/2), Andrej Kogut (1), Marcel Wernicke (5), André Niese (1), Florian von Gruchalla (1), Frantisek Sulc (8), Sturla Asgeirsson (1/1) Schiedsrichter: Markus Kropp und Sebastian Siebert, beide aus Osnabrück Zeitstrafen: Concordia: 6 (38. Löffler, 40. Oehlrich, 42. Löffler) - HSG: 8 (14. Fölser, 44. Fölser, 45. Heinrichs, 50. Fölser) Rote Karte: Fölser (50., 3. Zeitstrafe) Siebenmeter: Concordia: 3/2 (60. Hummel wirft nebens Tor) - HSG: 4/3 (33. Kurchev scheitert an Pulay) Auszeiten: Concordia: 25:10 Minute und 56:41 Minute - HSG: 14:06 Minute Spielfilm: 1:0 (1.), 5:1 (5.), 6:4 (9.), 10:5 (14.), 12:7 (20.), 13:9 (25.), 17:10 (29.), 17:11 (Halbzeit) - 18:11 (31.), 19:13 (35.), 23:15 (40.), 25:18 (45.), 28:21 (49.), 32:24 (54.), 33:29 (Endergebnis) Zuschauer: 900
Stimmen: Georgi Sviridenko: Glückwunsch zum hochverdienten Sieg von Delitzsch. Concordia hat richtig guten Tempohandball gespielt und richtig Gas gegeben. Wir haben die Torhüter zu Beginn der Partie angeworfen und konnten so nicht mehr befreit spielen und werfen. Zudem sind wir mit der offensiven Deckung von Delitzsch nicht zurecht gekommen. Delitzsch kam so zu einfach Toren per Tempogegenstoß. Bei uns hat heute einfach nichts gepasst, wir hätten sicherlich noch zwei Stunden spielen können, ohne das Spiel zu drehen.
Uwe Jungandreas: Über 53 Minuten haben wir heute eine bärenstarke Leistung gezeigt, in den letzten sieben Minuten wollten wir zuviel, die HSG Düsseldorf konnte so auf vier Tore verkürzen. Wir haben heute wirklich eine überragend gespielt. Die Mannschaft hat die Leistungen aus den letzten Wochen bestätigt. Sicherlich hat die Mannschaft Zeit gebraucht, der Rückraum ist komplett neu.
Frank Flatten: Einmal in der Saison hat man einen schlechten Tag, diesen hatten wir heute. Nun müssen wir gegen Wallau nachlegen.


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 27.10.2008, 09:15 Uhr
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